Eine interessante, neugierig machende Person zu finden,
ist gar nicht schwer...


Liebe Magda,
Ich habe etwas über die Munitionsfabrik gelesen. War die Arbeit dort schwer? War es gefährlich, mit Sprengstoff zu hantieren? Oder war es interessant, mit vielen anderen jungen Frauen zusammen zu arbeiten? So viele Möglichkeiten für eine Frau, ihr eigenes Geld zu verdienen, gab es ja vor dem Krieg nicht. Es hat sich natürlich ungeheuer viel verändert, aber wen ich an meine eigenen Aussichten denke, dann…

... es könnte jemand von den vielen ganz gewöhnlichen Menschen sein, die der Krieg ungewöhnlich und tapfer machte.
Es könnte jemand aus eurer Familie sein – vielleicht gibt es ein Bild im Familienalbum.

Es muss natürlich kein Soldat sein. Es könnte auch eine Frau sein, die Krankenwagen gefahren, die Verwundeten gepflegt oder in einer Munitionsfabrik gearbeitet hat. Vielleicht hat sie nie geheiratet und Kinder bekommen, weil ihr Verlobter im Krieg gefallen ist oder der Krieg hat sie auf irgendeine andere Weise betroffen. Es gab viele Fronten.

Man kann an vielen Stellen suchen. Es gibt Denkmäler mit den Namen der Gefallenen; auch euer Sportverein oder eure Schule verfügt wahrscheinlich über Namenslisten oder Fotos der Toten. Ihr könnt auch eine bekannte Persönlichkeit wählen, deren Schaffen für euch selbst von Bedeutung ist. Vielleicht findet ihr ja einen Seelenverwandten.

Dann schreibt diesem Menschen einen Brief, schreibt ihm, was euch auf ihn neugierig gemacht hat, was ihr interessant und spannend fandet. Vielleicht habt ihr auch Fragen an ihn über sich und seine Zeit? Schreibt ihm auch über euch und was euch heute bewegt. 500 Worte sollten dafür ausreichend sein.

Bitte denkt aber daran, dass, damit euer Beitrag angenommen werden kann, ihr auch einen Beleg dafür beifügt (zum Beispiel ein Foto mit dem Namen auf einem Denkmal), dass eure ausgewählte Person wirklich existiert hat.

Zum Brief an 2114 hier klicken